Revision der Knie- oder Hüftprothese

Was ist die Prothesenrevision? 

Künstliche Knie und Hüften haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen sehr häufig revidiert werden, um Komplikationen zu vermeiden. Man spricht dann von Prothesenrevision.

Drei Hauptparameter beeinflussen die Lebensdauer einer Prothese: 
•    Die Materialqualität
•    Die Qualität der Implantation 
•    Die Aktivität des Patienten und die Beanspruchungen, denen das Implantat im Laufe des Lebens des Patienten ausgesetzt ist. 

Unter Berücksichtigung dieser Elemente kann man heute von einer geschätzten Lebensdauer eines Implantats von durchschnittlich 15 bis 20 Jahren ausgehen.

Bei welchen Patienten?

Bei Prothesen tritt immer Verschleiss auf. Wie jedes mechanische Teil nutzt sich die Prothese ab, wenn sie in Funktion ist. Dies betrifft sowohl die Knie- als auch die Hüftprothese. Im Allgemeinen gilt: Je jünger und körperlich aktiver der Patient ist, desto mehr mechanischen Beanspruchungen ist das Implantant tagtäglich ausgesetzt. Dadurch besteht die Gefahr, dass seine Lebensdauer beeinträchtigt wird. 

Welche Symptome treten auf? 

Man kann zwischen zwei Kategorien von Komplikationen unterscheiden: 
•    Bei der infektiösen Komplikation wurde das Implantat durch eine Mikrobe oder einen Keim kontaminiert. Dies führt zu einer Lockerung des Implantats. 
•    Mechanische Komplikationen sind eine misslungene Fixierung, Instabilität oder auch fortschreitender Mobilitätsverlust mit einer Versteifung.

Bei folgenden Alarmsignalen muss unverzüglich ein Spezialist konsultiert werden:

•    Schmerzen 
•    Auftreten von Schwierigkeiten oder Unannehmlichkeit bei den Verrichtungen des täglichen Lebens
•    Gefühl der Instabilität
•    Luxation, eventuell eine wieder auftretende Luxation
•    Wahrnehmung abnormaler Geräusche am Implantat

Der Spezialist nimmt eine klinische Abklärung vor und erstellt Aufnahmen mit bildgebenden Verfahren, um die Ursache dieser Symptome festzustellen. Dies kann eventuell zur Prothesenrevision führen.

Es kann gefährlich sein, wenn eine defekte Prothese weiter in Funktion bleibt, denn dadurch können Komplikationen mit dem Risiko der Schädigung und Schwächung der umgebenden Knochenstrukturen, aber auch der Gefahr einer nicht mehr sicheren Fixierung des Implantats am Knochen und manchmal sogar der Implantatfraktur auftreten. Die Behandlung solcher Komplikationen ist dann komplexer, und sie können die Gehfähigkeit beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Prothese zu beobachten.

Welche Therapien werden angeboten?

Durch den technologischen Fortschritt und die Einführung besonders verschleissfester Materialien (wie Keramik) können die modernen Gelenkprothesen künftig im Schnitt etwa zwanzig Jahre oder sogar noch länger an ihrem Platz verbleiben. Bisher mussten sie sehr häufig nach etwa zehn Jahren ausgetauscht werden. 

Heute werden die Prothesen nicht mehr mit Komponenten gefertigt, die aus einem einzigen Teil bestehen («Monoblock» genannt), sondern aus so genannten «modularen» Komponenten (das heisst, sie sind aus mehreren Elementen zusammengesetzt). Dadurch können die abgenutzten Elemente ausgetauscht werden. Unabhängig davon, ob die alte Prothese komplett durch eine neue ersetzt wird oder ob bestimmte Teile ausgetauscht werden, spricht man von «Revision». 

Behandlung

Die Revision ist eine schwierige Operation, die von einem erfahrenen Operateur durchgeführt werden muss. Die Implantation einer Knie- oder Hüftprothese ist weiterhin ein relativer Routineeingriff, bei dem der Ablauf und die Dauer der verschiedenen Schritte vorhersehbar sind. Bei einer Revision ist die Dauer des Eingriffs oft schwerer abzusehen. Je nach den Schwierigkeiten bei der Entfernung der vorhandenen Implantate und den lokalen Bedingungen für die Implantation der neuen Prothese kann er mehrere Stunden dauern. Denn manchmal sind Knochenrekonstruktionen nötig.

Postoperative Betreuung/Nachsorge

Die Rekonvaleszenz dauert nach einer Revision häufig länger als nach einer Erstversorgung, da mitunter ein invasiveres Vorgehen erforderlich ist. In solchen Fällen kann ein Reha-Aufenthalt notwendig sein. Die sofortige vollständige Wiederbelastung nach der Operation ist nicht immer möglich. Während der Patient das operierte Bein nach einer Erstoperation des Knies oder der Hüfte normalerweise sofort mit seinem vollen Gewicht belasten kann (unter Verwendung von Gehhilfen), ist das nach einer Revision nicht immer der Fall. Wenn die Revisionsoperation zu einer Schwächung der Knochenstrukturen geführt hat, muss der Patient das Bein nach der Operation eine Zeit lang teilweise oder vollständig entlasten. Diese Entlastungsphase kann mehr oder weniger lange dauern.

Warum sollte man sich bei einem Prothesenwechsel für Swiss Medical Network entscheiden? 

Zu Swiss Medical Network gehören die besten Spezialisten für orthopädische Chirurgie und Traumatologie und insbesondere auf Prothesenrevision spezialisierte Ärzte. Darüber hinaus verfügen unsere Einrichtungen über eine medizinische Hightech-Ausstattung. Aufgrund der technologischen Entwicklungen wird es in Zukunft möglich sein, während der Lebensdauer der Prothese mehrere Revisionen bei Erhaltung zufriedenstellender funktioneller Ergebnisse durchzuführen.